23 2010
Vorteile und Nachteile der Elektro Nachtspeicherheizung
Wer seine Wohnung mit einer Nachtspeicherheizung wärmen will, kann die anfallenden Kosten in Verbindung mit einer Solaranlage stark absenken. Die vermehrter Nutzung des Gebläses trägt hingegen zu höheren Kosten bei.
Die Heizung ist eine wichtige Ausrüstung für fast alle Wohnungen. Wer in Gebieten wohnt, in denen es keinen wirklichen Winter gibt, der kann vielleicht ganz darauf verzichten, doch in allen anderen Zonen ist eine Heizung unentbehrlich. Sobald die kältere Jahreszeit beginnt, muss eine Möglichkeit gegeben sein, um die einzelnen Räume bzw. die Häuser zu wärmen. Die unterschiedlichsten Möglichkeiten stehen zur Verfügung. Es gibt die Zentralheizungen, die mit Öl, Gas oder Holz versorgt werden. Es gibt aber auch Einzelöfen, die alle auf ihre Art mit den jeweiligen verschiedenen Brennstoffen zu betreiben sind. Die Holzverbrennung und die Solartechnik gehören zu den billigsten Heizsystemen.
Geht man von der Elektro Nachtspeicherheizung aus, gehört sie im herkömmlichen Sinne nicht zu den billigen Wärmequellen. Viele Menschen warnen vor den hohen monatlichen Kosten, weil der Stromverbrauch zu groß sei. Dabei muss man jedoch auch unterscheiden, ob es sich bei den vorhandenen Heizkörpern um alte oder neue Geräte handelt. Alte Geräte besitzen oft im Aufbau noch nicht die Kapazität, die einen sparsamen Gebrauch garantiert. Neue Geräte hingegen können durch vorhandene Regelungen mit einem viel geringeren Stromverbrauch auskommen. Außerdem besitzen sie eine moderne Technik, die eine extrem lang anhaltende Wärmespeicherung verspricht. Mit dieser Technik wird sogar die Speicherkapazität der zuvor vorhandenen Schamottesteine übertroffen. Aber auch die Regulierung ist unterschiedlich. War bei älteren Heizkörpern nur der Betrieb sowie das Gebläse ein- und auszuschalten, so ist bei den Neuen zusätzlich ein Thermostat mit Regler vorhanden. Auch zuvor war meist irgendwo ein Raumthermostat angebracht, doch kann ein solches Modul im Heizkörper integriert viel effektiver arbeiten. Moderne Geräte besitzen demnach die Möglichkeit, die Wärmeabgabe zu regulieren und somit eine gleichmäßige Temperatur zu gewährleisten. Das Gebläse sollte nur vorübergehend für kurze Wärmeschübe gebraucht werden, da sonst auch hier der Stromverbrauch steigt.
Für den Anschluss von Elektroheizkörpern ist also kein zusätzlicher Feuerraum nötig, was bei Platzmangel oft ausschlaggebend für die Wahl dieser Heizart ist. Es wird lediglich das entsprechende Stromkabel und ein weiterer Stromzähler gebraucht. Über diesen Stromzähler kann verbilligte Energie bezogen werden. Die Hauptaufladezeit wird normalerweise in die Nacht verlegt, sodass der nochmals abgesenkte Nachttarif greift und auf diese Weise für den Hauptstromverbrauch der geringste Strompreis genutzt wird. Lässt man das Gebläse oft laufen, sodass die gespeicherte Wärme schneller verbraucht ist, lädt die Heizung meist am Tage noch einmal nach. Dabei wird dann der Strom über den Tagtarif bezogen, der zwar auch geringer als der normale Preis ist, aber auch etwas höher als der Nachttarif. Die Ladezeiten sind meist durch eine Zeitschaltuhr im Stromzähler auf eine bestimmte Zeit begrenzt, damit der Aufladevorgang nicht unkontrolliert stattfinden kann. Wer die Möglichkeit besitzt, die Stromzufuhr für die Heizung über Solarzellen zu gewinnen, der spart natürlich enorme Kosten.