23 2010
Heizöl: Preisvergleiche hier nicht überschätzen
Meist sind die Differenzen bei den Anbietern von Heizöl nicht besonders groß. Wichtig für den Käufer, um Kosten zu sparen, sind der richtige Zeitpunkt, die Menge und die Art der Bestellung.
Im Jahr 2008 waren die Heizölpreise auf Rekordniveau angestiegen. Besonders hohe Preise mit circa 100 Euro auf 100 Liter Heizöl wurden in den Sommermonaten dieses Jahres erzielt. Dagegen waren im Jahr 2009 die Heizölpreise auffällig niedrig und erzielten Verkaufspreise von 40 Euro bis 50 Euro je 100 Liter. Derzeit kosten 1 Liter Heizöl ungefähr 65 Cent bis 70 Cent. Die hohen Preise im Jahr 2008 haben die Branche der erneuerbaren Energien sehr gefördert. Der Grund dafür ist, dass durch die erneuerbaren Energien der Konsum von Heizöl verringert oder eingestellt werden kann. Marktwirtschaftlich bedeutete dies einen riesigen Zuwachs der Branche der erneuerbaren Energien. Unabhängig von der derzeitigen preisgünstigeren Entwicklung werden diese Energien in den nächsten Jahren eine Branche mit hohen Wachstumsraten bleiben.
Da aber ein vollständiger Verzicht auf die fossilen Energieträger wie das Heizöl, die Steinkohle, die Braunkohle oder auf die Kernenergie noch nicht möglich ist, werden die Verbraucher an die Preisentwicklungen dieser Energiequellen gebunden bleiben. So wird es in der näheren Zukunft wichtiger werden, Heizöl-Preisvergleiche durchzuführen und auch den günstigsten Zeitpunkt für den Heizöl-Kauf zu wählen. Viele Hausbesitzer wählen für die Befüllung der Öltanks jährlich den gleichen Termin. Durch Vergleich und statistische Beobachtungswerte lassen sich aber Fristen voraussehen, in denen ein günstigerer Preis für Heizöl prognostiziert wird. Dadurch ließen sich jährlich viele 100 Euro einsparen. Häufig brechen die Preise in den letzten Augustwochen ein und halten sich bis Mitte September auf einem niedrigeren Preisniveau als im Jahresdurchschnitt. Ratsam ist aber auch, Sammelbestellungen zum Beispiel mit den Verwandten, Bekannten oder Freunden zu vereinbaren und so Mengenrabatte zu erhalten.
Es muss nicht immer von Vorteil sein, die Ölbehälter vollständig aufzufüllen. Sinniger ist es häufig, vor der Bestellung eine Kostenanalyse durchzuführen, und den Bedarf für die nächste Periode möglichst genau zu berechnen. Allerdings sollte auch darauf geachtet werden, dass die Vorratsbehälter nicht dann geleert sind, wenn die Heizölpreise voraussichtlich auf dem höchsten Preisniveau sein werden. Von den Teilbestellungen ist generell abzuraten. Es kann mit großer Sicherheit damit gerechnet werden, dass bei mehreren Bestellungen in einer Heizperiode die Kosten sich unnötig aufsummieren würden.
Mit diesen Überlegungen kann der Verbraucher voraussichtlich unerwartet hohe Kosten in der Heizkostenabrechnung unterbinden. Natürlich lässt sich nicht voraussagen, ob eventuell eine Ölkrise den Preis für Heizöl oder Rohöl erhöhen wird. Auch die Abhängigkeit von Importländern und mögliche politische Differenzen mit diesen Importländern können Grund für negative preisliche Entwicklungen auf dem Markt sein.